Ist das Wetter im Sommer schwülwarm, steigt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen häufig an. Doch wie kommt das?
Als „schwüle Luft“ bezeichnet man umgangssprachlich warme, feuchte Luft. Um die Luftfeuchtigkeit genauer zu beschreiben, muss zwischen der absoluten und der relativen Luftfeuchtigkeit unterschieden werden. Die absolute Luftfeuchtigkeit ist die absolute Wassermenge, die in der Luft enthalten ist und wird in g/m3 angegeben. Laut dem Deutschen Wetterdienst empfinden wir Luft als schwül, wenn mehr als 13,5 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft enthalten sind. Physikalisch kann Luft erst ab einer Temperatur von 16 Grad Celsius diese Menge an Feuchtigkeit aufnehmen und als schwül empfunden werden.
Die relative Luftfeuchtigkeit (rF) gibt an, bis zu welchem Grad die Luft bereits mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Bei 50 % rF enthält die Luft dementsprechend halb so viel Wasser, wie bei der gegebenen Temperatur maximal möglich wäre. Bei 100 % rF ist die Luft mit Wasser gesättigt und kann keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Weitere Feuchtigkeit würde als Kondensat ausfallen.
Im Sommer sollte in den frühen, kühleren Morgenstunden, abends nach Sonnenuntergang oder nachts gelüftet werden. Denn die tagsüber warme Außenluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als die kühlere Raumluft. Würde man also während der warmen Tageszeit lüften, brächte man die in der Außenluft gebundene Feuchtigkeit mit ins Haus hinein, wodurch sich die Luftfeuchtigkeit erhöhen würde und Feuchtigkeit an kalten Stellen des Raumes kondensieren könnte. Weitere Informationen zum Lüften finden Sie hier.
Ist die Luftfeuchtigkeit trotz dem Lüften zu kühlen Tageszeiten hoch, lohnt sich der Einsatz eines Luftentfeuchters. Hierfür bieten sich vor allem mobile Heimgeräte wie der Meaco Arete One 20L oder der Meaco Arete Two 25 L an. Diese Geräte haben den großen Vorteil, dass die dank integriertem HEPA-Filter zeitgleich als Luftreiniger und Luftentfeuchter arbeiten. Für große Wohnräume eignet sich der Lübra LDH 26 pro Eco ideal. Er ist ein Optimum aus Kompaktheit, Leistungsstärke und einem leisen Betrieb bei geringem Energieverbrauch.
Besonders in heißen Sommern tritt in Kellerräumen oder anderen kalten Räumen verstärkt das Problem der Kondensation auf: warme Außenluft wird in den Kellerräumen stark abgekühlt und die Feuchtigkeit aus der Luft kondensiert. Dabei können sich sogar Pfützen oder kleine Rinnsale zum Beispiel entlang der Hauptwasserleitung oder an der Wasseruhr bilden. In Neubauten tritt dieses Problem besonders häufig auf, da meist noch Restfeuchte vorhanden ist und die Keller noch besonders kühl sind, vor allem wenn der Rohbau in der kalten Jahreszeit erfolgte. Durch die guten Dämmeigenschaften moderner Baumaterialien bleibt die Kälte bis weit in den Sommer hinein gespeichert. Besonders anfällig sind auch Häuser auf Lehmboden, da dieser sich nur sehr langsam erwärmt. Ebenso verstärken offene Treppenhäuser das Problem: die Temperaturunterschiede vom Keller bis ins Obergeschoss können erheblich sein und mit jeder Luftbewegung gelangt erneut feucht-warme Luft in den Keller. In Kellerräumen sorgen Kondensationstrockner wie der Luftentfeuchter Lübra DHP 18 zuverlässig für Abhilfe. Für unbeheizte Räume ist der Luftentfeuchter Oasis Evolution D 165 eine sehr effiziente Lösung.
Die Taupunkt-Lüftersteuerung von der Firma Schwille lässt sich leicht in Häusern nachrüsten, die größere Probleme mit Feuchtigkeit haben und ohne Lüftungstechnik errichtet wurden. Sie hält besonders Kellerräume, in denen bisher Kondensat entsteht, hervorragend trocken. Mit zwei Sensoren gleicht die Lüftungssteuerung permanent die absolute Luftfeuchtigkeit der Außenluft mit der der Raumluft ab und steuert den Ventilator der Kellerlüftung. Der Ventilator läuft dementsprechend nur, wenn die Außenluft trockener als die Raumluft ist. Für die ideale Entfeuchtung ist die Kombination aus Taupunkt-Lüftersteuerung mit einem Luftentfeuchter ratsam: der Entfeuchter braucht dann nur zu entfeuchten, wenn die Außenluft dauerhaft feuchter als die Raumluft ist.